Verstehen
Angst hat viele Gesichter
Jede Angst ist anders und hat ihre eigene Geschichte. Diese Beschreibungen helfen beim Einordnen. Sie ersetzen keine ärztliche Abklärung.
Panik
Plötzliche, heftige Angst mit Herzklopfen, Schwindel oder Atemnot. Oft kommt danach die Sorge vor dem nächsten Mal dazu.
Angst vor anderen Menschen
Die Sorge, bewertet zu werden oder sich zu blamieren. Manche ziehen sich deshalb immer mehr zurück.
Ständige Sorgen
Gedanken, die nicht zur Ruhe kommen und um vieles gleichzeitig kreisen. Oft begleitet von Anspannung und unruhigem Schlaf.
Angst vor Bestimmtem
Höhe, Fliegen, enge Räume oder Tiere: Eine bestimmte Situation löst starke Angst aus, und man beginnt, sie zu meiden.
Hintergrund
Wie Angst entsteht
Ein uraltes Schutzprogramm
Angst ist eines der ältesten Gefühle überhaupt. Sie hat unseren Vorfahren geholfen, Gefahren rasch zu erkennen und zu reagieren. Dein Körper schaltet dabei in Sekunden auf Alarm: Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flacher, die Muskeln spannen sich an. Dieses Programm ist sinnvoll, wenn wirklich Gefahr droht. Schwierig wird es, wenn es auch in Situationen anspringt, die eigentlich sicher sind.
Der Kreislauf der Angst
Viele Menschen erleben, dass sich Angst selbst verstärkt. Ein Herzklopfen wird als bedrohlich gedeutet, die Sorge davor macht noch mehr Herzklopfen, und so dreht sich die Spirale. Wer eine Situation deshalb meidet, fühlt sich kurzfristig erleichtert. Langfristig wird der Raum, in dem man sich sicher fühlt, oft kleiner. Diesen Kreislauf zu verstehen ist für viele ein wichtiger erster Schritt.
Was hinter der Angst stehen kann
Manchmal hat Angst einen klaren Auslöser, manchmal scheint sie aus dem Nichts zu kommen. Frühere Erfahrungen, lange Belastungen, Erschöpfung oder unausgesprochene Gefühle können eine Rolle spielen. In der Begleitung schauen wir nicht nur auf die Angst selbst, sondern auch darauf, was sie dir vielleicht sagen möchte und welche Bedürfnisse dahinter liegen.
Neue Erfahrungen machen
Verstehen allein reicht oft nicht, denn Angst sitzt tief im Körper. Darum arbeite ich auch mit Erleben: In der Hypnose kannst du in einem geschützten Rahmen erfahren, wie sich Ruhe und Sicherheit anfühlen, und diese Erfahrung mit in deinen Alltag nehmen. Wie schnell sich etwas verändert, ist bei jedem Menschen anders, und du bestimmst das Tempo.
Im Alltag
Was dir helfen kann
Wenn die Angst gerade hochkommt, können kleine Übungen helfen, wieder Boden unter die Füsse zu bekommen. Probier aus, was sich für dich gut anfühlt.
In einer akuten Krise
- Die Dargebotene Hand, rund um die Uhr: 143
- Notfallpsychiatrie Basel (UPK), rund um die Uhr: 061 325 51 00
- Sanitätsnotruf: 144
- Ruhig atmenAtme ruhig und gleichmässig, in deinem angenehmen Tempo, ohne die Atmung zu erzwingen. Wenn es unangenehm wird, lass die Übung weg.
- Fünf SinneNenne fünf Dinge, die du siehst, vier, die du hörst, drei, die du spürst, zwei, die du riechst, und eines, das du schmeckst.
- Anspannen und loslassenSpanne nacheinander einzelne Muskelgruppen an und lass sie bewusst wieder los.
- Freundliche SätzeSag dir zum Beispiel: «Das geht vorbei. Ich bin gerade sicher.»
- In Bewegung kommenEin paar Schritte gehen oder leicht bewegen hilft dem Körper, die Anspannung abzubauen.
Begleitung
Wie ich dich begleite
Am Anfang steht ein Gespräch. Wir schauen in Ruhe, was dich beschäftigt, wann die Angst auftaucht und was dir bisher geholfen hat. Erst dann suchen wir gemeinsam einen Weg.
Je nach Situation arbeite ich mit Gespräch, NLP, Hypnose und systemischen Methoden. In der Hypnose kannst du in einem geschützten Rahmen neue Erfahrungen machen und eigene Ressourcen entdecken. Atem- und Entspannungsübungen nimmst du mit nach Hause.
Eine Sitzung dauert meist zwei Stunden. So bleibt genug Raum, um anzukommen und in die Tiefe zu gehen.
Lassen sich Ängste verändern?
Viele Menschen erleben, dass sich ihr Umgang mit der Angst verändern lässt und sie wieder mehr Spielraum im Alltag gewinnen. Wie das bei dir aussieht, schauen wir gemeinsam an.
Wie lange dauert eine Begleitung?
Das ist sehr individuell. Wir besprechen nach jeder Sitzung, wie es weitergeht, und du entscheidest mit.
Wie beginnt eine Begleitung?
Mit einem kostenlosen Erstgespräch. Wir lernen uns kennen, du erzählst, was dich beschäftigt, und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dich begleiten kann.
Ersetzt das eine ärztliche Behandlung?
Nein. Meine Begleitung ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Körperliche Beschwerden lass bitte zuerst ärztlich abklären.
Weiterführend
Hier findest du ausführlichere Informationen und verwandte Themen.
Kontakt
Der erste Schritt darf klein sein.
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir in Ruhe, was dich beschäftigt und ob eine Begleitung für dich passt. Ruf an, schreib mir oder schick eine Nachricht über WhatsApp.
